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[1101] Rettungsschwimmer I

 Firlefanzus [10 Pictures]                                                                                                                                                                                                                    



Schottland, Careleon                                                                                                                                                                                                                                              



p l e a s e  f o l l o w 👉  

"Best of the Best!"

"Darling, wir haben doch gestern erst darüber gesprochen, dass Wettkampf-Schwimmbad als Trainings-Center in Lairg zu etablieren, du erinnerst dich?" "Natürlich erinnere ich mich. ich geh zwar so langsam auf die 60 zu, aber so senil bin ich dann doch noch nicht!" Chad musste schmunzeln. "Das wollte ich auch nicht unterstellt haben. Also: Die Rettungsschwimmer des Commonwealth küren einmal alle vier Jahre den Besten der Besten Rettungsschwimmer unter sich. Und dieses Jahr ist dabei das Los auf Lairg als Austragungsort gefallen. Wie findest du das?" "Hmm, klingt so, als sollte ich schon mal anfangen, meine Fotolinsen zu polieren. Wenn's die Besten der Besten sind, dann wirds da ja sicher was fürs Auge geben...und vielleicht auch den einen oder anderen für die Kamera, was?" Chad schmunzelte "Das kannst du wohl von ausgehen!" "Und wie wird das ablaufen?"

"Also zunächst einmal kommen die Besten Schwimmer aus England, Wales, Schottland und Nordirland zusammen um unter sich den Besten zu ermitteln. Dann kommen die Besten aus Ozeanien (also Australien, Neuseeland und Neuguinea hinzu. Die haben schon den Besten...einen Australier...unter sich ermittelt. Von den Besten der Schwimmer aus Südafrika gibt es auch schon einen Sieger, ebenso aus Canada. Die Schwimmer der ganzen kleinener Commonwealth-Inseln haben auch schon ihren Sieger untereinander ermittelt." "Okay, dann werden wir also am Ende einen für Großbritannien, einen für Canada, einen für Südafrika, einen für Australien und einen für die Inseln...also fünf Endteilnehmer hier haben, sehe ich das richtig?" "Ja genau...plus die 3 anderen aus Großbritannien..also insgesamt 8 Kampfschwimmer." "Cool und wo ist das Problem?" 

"Naja, es gibt halt noch keine Unterbringungsmöglichkeit in Lairg...weil das Trainingsheim für das Trainings-Center halt noch nicht gebaut ist." "Ahaaaaa...Nachtigall ick hör dir trapsen. Da möchtest du dann Careleon ins Spiel bringen. Richtig?" Chad nickte "Und da jeder von denen mit einem Betreuer/Trainer anreist..sowie noch ein paar Wettkampf-Offizielle...würden wir hier also sich so 20 bis 25 Gäste zu betreuen haben." Chad zog die Stirn in seine besten Dackelfalten. Ich musste unwillkürlich schmunzeln. "Dann sollten wir wohl besser noch ein wenig Personal für die Zeit anheuern, damit Ian nicht ausflippt. Hast du das schon mit ihm besprochen?" Chad schüttelte den Kopf. "Ich wollte erst mal sehen, ob das Ganze für dich okay wäre!" "Naja, die Burg ist groß genug dafür, denke ich. Wir haben ja hier durchaus schon mehr Gäste auf einmal beherbergt. Oder müssen wir Schlafzimmer und Studio dafür räumen?" Chad schüttelte entschieden den Kopf "Das wird ganz sicher nicht nötig werden. Das wäre also okay für dich?" "Ich denke schon. Für wie lange müssten wir unsere besten Gastgeber-Manieren hervorkehren?" Mein Mann zuckte die Schultern "Ich denke, nicht länger als zwei Wochen. Wir reden ja quasi von zwei Wettkämpfen und einer Trainingsphase dazwischen, wenn der Meister fürs UK ausgetragen wurde." 

"Und wie sieht dieser Wettkampf dann eigentlich aus?" "Da gibt es einen Wettkampf im Tauchen, einen im Rettungsschwimmen mit einer zu rettenden Person, einen Wettkampf im Bahnenschwimmen...und abschließend einen Wettkampf im offenen Gewässer. Der würde von Lairg bis hier zur Burg im Loch Shin stattfinden." "Und das liefe dann wie bei einem Triahtlon alles hintereinander weg ab?" "Ja genau. Es gäbe also einen Startschuß im Schwimmbad und dann liefe für jeden die Zeit bis sie hier an der Burg ankommen." "Und du würdest den Startschuß abfeuern?" Chad grinste "Und du die Siegerehrung...bzw die zwei Siegerehrungen vornehmen. Da es ja am Ende zwei Wetkämpfe sein werden" "Hm, das heißt, ich darf den halbnackten Kerlen dann eine Medallie um den Hals hängen?" "Ja genau...und eine Urkunde in die Hand drücken. Dann ihnen gratulieren und sagen wie stolz das Commonwealth auf sie ist. Wir wären dann quasi die offiziellen Vertreter des Königshauses" "Dein Dad würde also nicht dabei sein?" Chad schüttelte den Kopf. "Er hat uns gebeten, das zu übernehmen. Du wärst also einverstanden?" Ich zuckte die Schultern "Klingt so, als wenn man das bewältigen könnte. Natürlich sollen wir sie nicht anbaggern, nehm ich an?" Chad grinste "Dad hat es nur ganz leicht durch die Blume angedeutet..aber ja. Du dürftest die Schwimmer bestenfalls zu einem Foto einladen..das wäre wohl okay für ihn" "So oder so setzt das aber ja voraus, dass die Schwimmer alle volljährig sind?" Chad nickte "Das ist ohnehin Vorbedingung für die Teilnahme." "Und wenn die Schwimmer dich oder mich anbaggern?" Chad zuckte die Schultern und grinste "Das ist dann ja eine andere Sache. Sie sollen sich nur nicht von uns genötigt fühlen." Ich grinste "Na dann hoffe ich, dass du dich zurückhalten kannst!" Mein Mann zog wieder die Stirn kraus "Wird natürlich schwierig..aber ich werd mir die größte Mühe geben." Ich klopfte ihm auf die Schulter "Prima, dann sehe ich da keine Schwierigkeiten auf uns zukommen, du etwa?" "Oh, ich denke, wir werden das hinbekommen. Vielleicht sollten wir schon mal draüber nachdenken, wie du deine Einladung verpacken willst? Wer vielleicht der Nutznießer der Charity sein soll?" "Hm, ich denke, dass können wir ja auch dem Commonwealth-Sieger als Entscheidung überlassen, oder?" "Das können wir natürlich so machen." "Und kann ich mir die Teilnehmer im Vorfeld schon mal anschauen? Gibt es da Bildmaterial?" Chad nickte "Das wird es wohl geben. Ich schau mal, dass du schon mal was zu gucken kriegst"

Nachdem wir das also besprochen hatten...und Chad das danach auch mit Ian abgesprochen hatte, wurde es in den nächsten Tagen natürlich etwas lebhafter auf der Burg, als die Vorbereitungen begannen. Da musste Personal angeheuert bzw vom Palast abgezogen werden. Da mussten Vorräte angelegt werden, die Gästezimmer mussten hergerichtet werden...und ein paar tropfende Wasserhähne und Duschen mussten noch schnell gerichtet werden. Natürlich musste das Sicherheitspersonal für die Zeit auch wieder in der Burg Wache schieben. Leider wurde es für die Zeit in der Küche etwas ungemütlich voll...aber man bemühte sich, dafür zu sorgen, dass wir da bis zuletzt in Ruhe unsere Mahlzeit einnehmen konnten. Alles in allem blieb es also auf einem ertäglich Maß. Das Bildmaterial der Sieger bzw. Vor-Sieger war auf jeden Fall schon mal vielversprechend. Zufall oder nicht...alle Teilnehmer schienen nordeuropäische Vorfahren zu haben und waren ausnehmend hübsch anzusehen! Irgendwie sorgte das natürlich dafür, dass meine Begeisterung die ganze Zeit über geweckt blieb.

Am meisten gingen mir in der Zeit die Angestellten aus dem Palast auf den Keks. Die sind immer so steif und förmlich. Es braucht immer ein wenig, bis man sie auf unser Umgangs-Niveau zurechtgestutzt hat. Na ja...andererseits wollten wir ja selbst alle unsere besten Manieren hervorkehren...also ließen wir die Leute einfach weitestgehend in Ruhe ihre Arbeit machen. Im Endeffekt sorgte das dafür, dass wir uns wie Gäste in unserer eigenen Burg benahmen. Also fühlten und benahmen wir uns so, als wenn wir beim König zu Gast wären. Schließlich war uns ja auch daran gelegen, dass das in seinem Sinne gut über die Bühne ging. Der Vorteil bei dem Ganzen war, dass wir uns eigentlich um nichts kümmern mussten und man bemüht war, uns jeden Wunsch von den Lippen abzulesen.

Natürlich sorgte das Ganze auch dafür, dass noch mehr Paparazzis als sonst angelockt wurden und wir deswegen noch mehr Zeit in der Burg verbrachten. Wir gingen nicht mal mehr nach oben auf den Turm um uns zu sonnen, obwohl das Wetter immer heißer wurde. Na ja, zumindest gab es im Palast wohl jemanden, der bei der Auswahl des Personals auch an mich dachte. Die Bediensteten waren also alle männlich und ziemlich hübsch anzusehen...es wurde mir also nicht langweilig. Aber ich machte mir nicht die Mühe, die hübschen Jungs um ein Foto anzugehen. Ich hätte mir nur eine nach der anderen höflichen Abfuhr eingefangen. Die Jungs waren eh viel zu beschäftigt. Bald war die Burg so sauber, dass man immer und überall vom Boden hätte essen können. Und erst wenn die Jungs nach 12 bis 16 täglichen Arbeitsstunden auf ihren Feldbetten im Thronsaal saßen und ich gelegentlich bei ihnen vorbeischaute, um wenigsten ein bißchen auch für sie ein guter Gastgeber zu sein,wurden sie ein wenig zutraulicher. Da Chad und ich eh nicht viel zu tun hatten, machten wir es uns zur Angewohnheit, ihnen Abends Eistee und Kekse und Butterbrote zu bringen. Das kam ganz gut an.

Auf den Zinnen der Burgmauern waren bald Flaggen sämtlicher teilnehmenden Commonwealth- Staaten gehisst. So voll beflaggt hatte ich unsere Burg noch nie gesehen. "Sind das jetzt eigentlich alle Commonwealth-Staaten, die hier vertreten sind?" wollte ich von Chad wissen. Er schüttelte den Kopf "Es haben ja nicht alle Staaten offizielle Rettungsschwimmer....Pakistan, Indien und die meisten afrikanischen Staaten zum Beispiel schicken bei diesem Wettkampf gar nicht erst jemanden an den Start. Viele der Staaten haben ehrlich gesagt auch ganz andere Sorgen." Das war natürlich einzusehen. Einige der Staaten waren von Kriegen und Aufständen gebeutelt. Andere von Trockenheit und extremer Armut. Und wir legten hier solch eine teure Show hin. Das schlug mir schon ein wenig auf den Magen. Auch die monarchie-kritische Presse schlug in dieses Horn. Andererseits taten sich ja ähnliche Staatenbünde wie die UN und die EU mit ähnlich teurem Pomp hervor, wenn es angebracht erschien. Und zumindest war es ja ein relativ unverfängliches Thema, den weltweit besten Rettungsschwimmer zu ermitteln. Außerdem war das wirklich schon eine relativ alte Tradition. Außerdem war es medienwirksam und ich sah mich da mit meinem Charity-Vorhaben ganz gut aufgehoben.

Nun ja...irgendwie hatte der ganzen Trubel den Vorteil, dass die Zeit relativ schnell verging und irgendwann trafen die 8 Teilnehmer und ihre Entourage auf der Burg ein und wurden vom Prince Royal empfangen. Schnell musste ich feststellen, dass die Bilder den Männer kaum gerecht wurden...sie sahen noch wesentlich besser aus. Ich war natürlich die ganze Zeit an Chad's Seite, und lächelte freundlich. Mehr hatte ich da auch erstmal nicht zu tun. 

Gleichzeitig mit unseren Gästen überreichte man mir auch einen Prototyp der ganzseitigen Anzeige, mit der man die Fernsehübertragung zu bewerben gedachte. Und man fragte mich doch tatsächlich um meine Meinung dazu! Tatsächlich fand ich die Anzeige sogar sehr ansprechend. Ich schlug lediglich vor, noch mal mit meinen Techniken drüberzugehen...alleine um zu sehen, wie das aussehen würde. Das Ergebnis gefiel den Machern so gut, dass sie es gleich übernahmen:


Jetzt würden nur noch unten links Datum, Uhrzeit und Sender für die beiden Wettkämpfe eingefügt werden.

Einen Tag vor den Schwimmer kam aber erstmal David zu uns. Er war der Chef der Firma, der unserem Spa-Keller einen neuen Look verpassen sollte. Das hatte zwar nichts mit dem Wettkampf zu tun, trotzdem waren wir froh, dass das rechtzeitig fertig wurde. Er bat uns nun also in den Keller, um seine Arbeiten zu begutachten und abzunehmen. Das ganze gefiel mir spontan so gut, dass ich davon ein Bild anfertigte:


Hinten in der Ecke war der Whirlpoolbereich und man konnte jetzt von dort aus direkt ins Schwimmbecken gelangen ohne aus dem Wasser zu müssen. Die blaugoldenen Mosaikfliesen, die hier bisher den Look bestimmten, konnten wir nicht mehr sehen und haben sie gegen diesen schlichten Look auswechseln lassen. Ich fand das neue Farbspiel total klasse. Außer dem Durchbruch vom Whirlpool zum Pool haben wir baulich übrigens nichts verändern lassen. Jetzt standen wir mit David an der Ecke zum Whirlpool und seine Männer hatten sich hier vorne am Beckenrand aufgereiht. Chad breitete seine Arme aus "Tja meine Herren, was soll ich sagen? Ich bin total begeistert!" Dann schaute er mich an und korrigierte sich "Wir sind total begeistert! Also was halten sie davon, wenn wir das ganze jetzt einweihen?" Und ich fügte hinzu "Aber eine alte Tradition bleibt unverändert, meine Herren: Hier wird nackt gebadet!" Und da Chad und ich nun bereits unsere Hüllen fallen ließen, sahen sich die Arbeiter wohl genötig, es uns gleich zu tun. Es machte jedenfalls keiner einene Rückzieher. Dann sprangen wir alle in den Pool und veranstalteten eine wilde Wasserschlacht. Ich kam nicht umhin, zu bemerken, dass Chad sich ziemlich für David, den Boss der Truppe, interessierte. Er war aber auch ein hübscher Kerl, ich konnte Chad gut verstehen.

Irgendwann war ich mit  David alleine im Whirlpool während Chad noch mit den anderen Männern herumbalgte. "Na David, ist ihnen aufgefallen, dass mein Mann ihnen schönen Augen macht? Könnte sein, dass er sie noch in unser Schlafzimmer bittet!" David entglitten die Gesichtszüge "Oh je Sir, ich hoffe, das tut er nicht. Ich wüsste nämlich nicht, wie man einem Mitglied des Königshauses eine Abfuhr erteilt!" "Naja, David, ich könnte mich ja dazwischen schalten bevor er sie fragt. Was halten sie von einem Aktfoto für meine Charity als Trostpflaster für den Prinzen?" Über diesen Vorschlag war er sichtlich erleichtert "Das können wir sehr gerne machen!" Mehr hatte ich ja auch gar nicht erreichen wollen. Ist ja nun auch keine neue Taktik, nicht wahr? David und ich zogen uns also an und gingen dort an den Strand wo wir vor Paparazzis sicher waren. Und ihr könnt jetzt selbst sehen, was meinem Mann so gut gefiel:


Eindeutig Ehegatten-Material, oder? Alleine schon dieses herzliche Lächeln war das alles wert gewesen! Jetzt musste ich Chad nur noch klar machen, dass er David auf keinen Fall anbaggern durfte. Als wir vom Shooting zurück kamen, verabschiedete David sich mit seinen Männern und fuhr zurück nach Lairg. Chad sah ein wenig enttäuscht aus. Ich schmunzelte "Hetero, keine Chance, Darling!" "Oh, du warst schneller als ich?" Ich nickte "Jepp..aber immerhin ist ein Aktfoto dabei herausgesprungen. Das können wir ja wasserfest in die Dusche hängen...wenn du mal alleine duschen möchtest....!" ich griente ihn an. Chad schaute mich entsetzt an "Na, das wird wohl nicht nötig sein!" Und damit war das Thema dann auch erledigt. Aber als Chad dann später das fertige Bild sah, meinte er "Hmmmm....um noch mal auf deinen Vorschlag zurückzukommen...." Ich fasste ihn daraufhin an den Hosenreißverschluß und zog ihn herunter, dann schaute ich ihn grinsend an "Nur wenn er jetzt schon hart ist!" Ich prüfte es nach, er war nicht hart. Also zog ich den Reißverschluß wieder hoch und zuckte die Schultern "Tja, leider kein Wichsfoto für dich für die Dusche!" ich tappte ihm tröstend auf den Hintern "Aber du hast ja noch mich, hm?" Chad knurrte "Grrr..und jetzt hab ich nen Ständer!"

Wir gingen dann spät Abends, als unsere Sportler schon schlafen gegangen waren noch mal in den Whirlpool und vergnügten uns dort ausgiebig. Wir waren grade fertig mir unserem sehr privaten Vergnügen, als wir ein Räuspern hörten "Verzeihung, Sirs, haben sie noch einen Moment Zeit für mich?" Es war Colin. Er war sowas wie der oberste Zeremonienmeister für diese Sportveranstaltung. Ein jungen aber ziemlich steifer Angestellter des Buckingham Palace. Ich fragte mich, ob er mitbekommen hatte, was Chad und ich grade getrieben hatten. Aber seinem Gesicht war nichts zu entnehmen. Und eigentlich sollte mir sowas in meinem Hause auch egal sein. Ich schaute Colin an "Gesellen sie sich zu uns Colin, dann haben wir Zeit für sie!" Chad nickte "Nur zur. Sie wissen ja, dass wir es hier nicht so förmlich halten!" "Oh, äh...sie meinen nackt, Sirs?" Chad und ich nickten gleichzeitig und ich fügte hinzu "So ist es hier Tradition!" "Ansonsten kann das doch sicher auch bis morgen warten, hm?" Aber Colin war nicht so einfach abzuwimmeln. Er verzog sich tatsächlich in die Umkleide um sich auszuziehen. Dann kam er verschämt wieder hervor. Er hielt sich beide Hände vor seinen Schlingel. Ich musste mir das Grinsen verkneifen. Er war so ein typischer Brite. Blass, rothaarig und ziemlich dürr. Aus dem ein verkaufbares Foto zu machen, wäre tatsächlich eine Herausforderung gewesen. Aber dem hätte er eh im Leben nicht zugestimmt. Mir reichte es ja auch schon, ihn ein wenig in Verlegenheit zu bringen. Natürlich blieb uns sein Lümmel nicht verborgen...und der war zumindest ansehnlich! Was Colin nun eigentlich von uns wollte, besprach er mehr mit Chad und ich hörte auch nur mit einem Ohr zu. Ich erzähle diese ganze Anekdote auch nur deshalb, weil bei Colin die Tatsache, dass in unserem Spa nackt gebadet wurde, hängen blieb. Am nächsten morgen waren alle Sportler nackt im Spa und wir veranstalteten dort unser Frühstück. Das war dann auf mehr als eine Weise lecker!

Irgendwann fand ich, dass das der richtige Zeitpunkt war, um meine Charity ins Spiel zu bringen: "Also meine Herren, sie wissen ja sicher alle, womit ich Geld für gute Taten verdiene...und da sie sich alle hervorragend für solche Fotos eignen, wollte ich folgenden Vorschlag machen bevor der Wettkampf beginnt: Ich würde gerne vom Sieger ein Aktfoto machen und es auf übliche Weise verkaufen. Das Geld, was dadurch hereinkommt, darf der Wettkampfsieger dann einem Charity-Projekt seiner Wahl zufügen. Und da wir jetzt halt noch nicht wissen, wer gewinnt, fände ich es klasse, wenn sie alle damit einverstanden wären. Ich will jetzt auch noch nicht sofort eine Antwort...aber so in den nächsten Tagen vielleicht?"

Am nächsten Morgen informierte Colin mich und Chad, dass die Sportler wieder mit uns im Spa frühstücken wollten. Sie wären dort auch schon alle versammelt. "Hm, klingt ja nach einer neuen Tradition, was Colin?" Chad schlug ihm auf die Schulter "Begleiten sie uns?" Colin lehnte dies jedoch ab "Ich fürchte, zwischen diesen Herren würde ich mich sehr unwohl fühlen!" Die Sportler überraschten mich dann mit einem anderen Vorschlag "Also wir sind überein gekommen, dass wir uns auch alle für Aktfotos zur Verfügung stellen könnten, dadurch käme doch nur umso mehr Geld zusammen, oder?" Ich strahlte "Na herzlich gerne doch, meine Herren, das finde ich ganz großartig von ihnen!" "Und wir überlegen uns bis zum Ende des Wettkampfes gemeinsam ein Projekt um es zu unterstützen" Ich nickte "Auch das geht in Ordnung!" Dann deutete ich auf das Frühstücksbuffet "Dann lassen sie uns was essen, ja? Mir knurrt ziemlich der Magen!"

In den nächsten Tagen vor und zwischen den Wettkämpfen machte ich dann die Fotos. Ich hatte die Idee, ein Ranking zu erstellen, welches sich nicht nach Vorentscheid und Finale sondern lediglich nach den erreichten Zeiten richtete. Das fand ich fairer. Wie die Wettkämpfe abliefen und wer welche Zeit genau erreichte, könnt ihr auf der offziellen HP des Commonwealth of Nations nachlesen.

Oben im ersten Bild könnt ihr ja ohnehin schon entnehmen, dass es im Vorentscheid um den besten Schwimmer des UK ging. Die Teilnehmer waren Christopher aus England, Dougal aus Schottland, Finnegan aus Nordirland und Rhyddien aus Wales. Am Ende des Vorentscheids beobachtete ich durchs Fernglas, wie Finnegan, Christopher und Dougal ziemlich zeitgleich aus dem Wasser stiegen. Aber sie mussten die 200 Meter bis zur Ziellinie in unserem Burghof noch um die Wette laufen. Dabei stellte sich heraus, dass Christopher und Dougal noch die meisten Kraftreserven hatten. Finnegan war knapp und Rhyddien ganz und gar abgeschlagen. Als ich Christopher später die Goldmedallie um den Hals hängen durfte, flüsterte ich ihm zu "Na, ich hoffe, sie machen dann nächste Woche in dem britischen Speedo auch solch eine gute Figur, mein Freund!" Ach herrlich, er bekam rote Ohren...aber dann grinste er und meinte "Ich geb mir die größte Mühe, Sir!" Natürlich verteilte ich auch die Bronze- und die Silbermedallie. Und Chad händigte allen Vieren eine Urkunde über die bestätigte Teilnahme und die erreichte Zeit aus. Damit war dann für drei von ihnen der Drops gelutscht. Aber sie waren natürlich eingeladen, bis zum Wettkampfende unsere Gäste zu bleiben. 

Die folgende Woche war vor allem deshalb anberaumt worden, damit der Sieger des Vorentscheids, also in diesem Falle Christopher, wieder ausreichend zu Käften kommen konnte. Denn der Wettkampf war kein Zuckerschlecken! Tatsächlich nahm sich Christopher aber nur einen Tag Auszeit, dann ging er schon wieder nach Lairg zum Training. Etienne, der Franco-Canadier, Kingston, der Australier, Peter von den Turks und Caicos Islands und Steven aus Südafrika trainierten natürlich ebenfalls. Wir sahen sie in den nächsten Tagen nur zu den Mahlzeiten. Und natürlich florierten in den nächsten Tagen die Wetten...wir waren ja schließlich Briten. Ich setzte mich damit durch, dass lediglich auf die erreichten Zeiten gewettet wurde....denn Christopher zum Beispiel hatte schon eine erstaunlich gute Zeit erkämpft. Und natürlich musste man die ganze Reihenfolge richtig wetten...denn es war ja noch gar nicht sicher, ob die Finalisten bessere Zeiten erkämpfen würden.

Natürlich war das Medieninteresse am Final-Wettkampftag gewaltig. Es war schließlich das erste Mal, das Chad und ich in einer royalen Angelegenheit alleine auftraten. Außerdem ließen wir ja so gut wie nie die Presse in unsere Burgmauern...sie waren natürlich neugierig. Die BBC hatte schon ihre Kamera gegenüber dem Siegertreppchen stehen, der Kameramann stand auch schon bereit..dabei war der Wettkampf in Lairg noch nicht mal gestartet. Aber auch die BBC war bisher nur ganz selten in unseren Mauern gewesen...sie filmten natürlich jedes Detail. Ich beobachtete es von meinem Studio aus...natürlich so, dass sie mich nicht sehen konnten.

Dann erhielten wir endlich die Information, dass der Bürgermeister von Lairg den Startschuss abgefeuert hatte. Die ganze Wettkampfstrecke würde +/- 90 Minuten beanspruchen. Es war also noch Zeit, in Ruhe einen Tee und die eine oder andere Zigarette im Innengarten zu genießen.

Im ersten Teil mussten die Finalisten tauchen und Ringe am Boden aufsammeln. Es gab eine Mindesstzahl und für jeden Ring, den sie mehr an die Oberfläche brachten wurden ihnen am Ende 5 Sekunden ihrer Zeit abgezogen. Im zweiten Teil ging es ums Bahnenschwimmen im Freistil auf Zeit. Im dritten Teil mussten sie eine "zu rettende Person" bis nach draußen ins Freibad zur Mauer schleppen. Dann mussten sie im vierten Teil von dieser Mauer in den Little Loch Shin springen und von dort bis zur Burg schwimmen. Dabei war natürlich das Stauwerk zwischen Little Loch und Loch Shin im Weg. Dieses musste umwunden werden. Dann kam letztendlich die Ausdauerstrecke im Loch Shin bis zur Burg und zum Schluß der Sprint bis in den Burghof...so also der grobe Ablauf. "Dürfen wir eigentlich unseren Christopher anfeuern, Darling?" Chad zuckte die Schultern "Es gibt keine Benimmregel, die das verbietet...aber da du selbst nachfragst, wirst du ja auch selbst Bedenken haben, wie das vielleicht nachher in der Presse auseinandergerissen wird, richtig?" Ich nickte "Ganz richtig...also feuern wir einfach allgemein an....so Go! Go! Go?" "Jepp, ich denke, das wird besser sein" Ich schaute auf Chads Handyuhr wo ein Countdown rückwärts lief. Es waren noch 15 Minuten. "Dann sollten wir wohl mal auf unsere Ehrenplätze, was?" "Ja, lass uns!" Als wir dann durchs Hauptportal hinaustraten, waren alle Kameras auf uns gerichtet und wir wurden mit Applaus und viel Jubel von den Gästen begrüßt. Das tat ziemlich gut. Die Leute mochten uns anscheinend wirklich! Es wurden Fähnchen geschwenkt und die Verantwortlichen hatten anscheinend dafür gesorgt, dass es Fähnchen aller beteiligten Länder waren. Außerdem waren ein paar Regenbogenfähnchen vertreten, was ich beinahe rührend fand. Wir gaben unser Bestes, freudestrahlen zurückzuwinken und eine ordentliche Figur zu machen. Ich hatte mich für diesen Zweck sogar von einem Palast-Frisör stylen lassen...und ich fand mich richtig sexy! Chad sah natürlich umwerfend gut aus. Wenn wir nicht schon verheiratet gewesen wären, wäre ich wohl vor ihm auf die Knie gegangen! Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, der Welt zu demonstrieren, dass wir ein Paar waren. Wir hatten die Arme umeinander gelegt, als wir vor die Kameras traten. Irgendwann rief jemande "A Kiss please!" Und das übrige Publikum bestätigte durch Applaus und Jubel, dass sie das auch wollten. Wir machten es wie alle Royals, die sich auf dem Balkon des Buckingham Palace küssen mussten: Wir küssten uns züchtig auf die Lippen, mehr gabs nicht zu sehen. Dann bat Chad um Ruhe und meinte "Die Contestants müssen jetzt jeden Moment eintreffen. Lasst uns nicht vergessen, dass sie die Männer im Mittelpunkt sind!"

Als wenn es so abgesprochen war, ging in dem Moment eine der großen Leinwände an und wir sahen, wie drei der Männer aus dem Wasser stiegen. Die Kameras waren zu meiner Freude auf ihre Badehosen gerichtet...aber klar, so erkannte jeder, welche Nation die Beule....äh...die Nase vorne hatte. Leider war es nicht Christophers Beule, die am weitesten vorne war. Es war die Badehose von Kingston, dem Australier, die uns am nächsten war. Christopher war an zweiter Stelle, dann Steven aus Südafrika...und erst jetzt kam der weit abgeschlagene Peter von der Turks and Caicos Islands an Land. Man sah ihm an, dass er kaum noch die Kraft für den Sprint in den Burghof hatte. Er tat mir ein bißchen Leid....aber ich glaube, keiner hat den etwas schmächtigen Jungen auf den vorderen Plätzen der Rangliste gesehen.

Tja und aus diesem Grund bekommt ihr sein Aktfoto nun auch als erstes zu sehen, denn seine Zeit war noch schlechter als die von Rhyddien aus Wales!

Peter from the Turks and Caicos Islands, representing the best Swimmers of the Commonwealth Islands.          Time: 1h 38 min


Auch der zweitletzte Finalteilnehmer, Etienne aus Canada, lag mit seiner Zeit noch hinter Rhyddien.

Etienne, representing the best Swimmers of Canada. Time: 1h 37 min

Als nächste kam dann aber auch schon die Zeit des zauberhaften Walisers. Auf sein Bild bin ich besonders stolz!

Rhyddien, representing the best Swimmers of Wales. Time: 1h 36 min

Als nächstes hatten wir dann den hübschen Nordiren Finnegan:

Finnegan, representing the best Swimmers of Northern Ireland. Time: 1:34:30 h

Auch die Zeit des Finalisten Steven aus Südafrika war nicht so gut, dass es für die vorderen Ränge gereicht hätte:

Steven, representing the best Swimmers of Southafrica. Time: 1:34:10 h

Als nächstes kam dann die Zeit unseres Schotten zum tragen:

Dougal, representing the best Swimmers of Scotland. Time: 1:28:00 h

Das war schon erstaunlich gut. Noch besser war die Vorrundenzeit von Christopher mit 1:27:45 h. Aber selbst diese Zeit vermochte Christopher im Finale noch mal zu unterbieten:

Christopher, representing the best Swimmers of England and the UK. Time: 1:27:10 h

Und da es noch eine Menge mehr zu erzählen und vor allem zu zeigen gibt, mache ich hier einen Cut!


to be continued...

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