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[0472] Game Of Nobles 2

 Firlefanzus [10 Pictures]                                                                                                                                                                                                      



Britannien im Nebel der Zeit                                                                                                                                                                                                         



Mit Post [0011] hatte es vor ca 3 Jahren bereits einen ersten Teil dieser Bilderserie um eine nie veröffentlichte Fantasy-Story aus dem Themenbereich Artur und Excalibur gegeben. Die "Gegenwart" dieser Story spielt allerdings lange nach König Artur und seinem Sohn Kronprinz Mordred aus dem Hause Pendragon. Und obwohl eigentlich jeder weiß, dass die Blutlinie, und somit das Haus Pendragon mit dem Tod Artur's und Mordred endete, so brachte Königin Guinevere [-> 0011] kurz nach Arturs Tod doch einen Sohn zur Welt, von dem sie behauptete, dass er von Artur gezeugt wurde. Dies wurde, um des Hauses Pendragon Willen, dankbar so akzeptiert...obwohl eigentlich jeder wußte, dass dieser Sohn aus den Lenden von Ritter Lancelot duLac stammte. Wie auch immer, der erste König des Hauses Pendragon war natürlich Arturs Vater Uther Pendragon

König Uther Pendragon, Britannien



Der noch ledige Großkönig von Britannien, Uther Pendragon, hatte die Gattin eines anderen für sich auserkoren. Mit Hilfe seines Hofmagiers Merlin näherte er sich Igraine in Gestalt ihres Gatten Herzog Gorloise von Cornwall. Erfolgreich lag er ihr bei und zeugte in jener Nacht den einzigen legendären Sohn...Artur. Bevor die Schwangerschaft noch sichtbar wurde, besiegte Uther seinen Gegner im Feld, eben jenen Gorloise und köpfte ihn höchst selbst. Danach nahm er die Witwe Igraine zur Frau und legitimierte somit seinen ungeborenen Sohn. Uther war zwar offiziell zum ersten Großkönig von Britannien (wozu damals auch Irland und sogar Island gehörten) erkoren worden....die vielen Könige, Herzöge und Barone des Landes waren aber lange noch nicht alle damit einverstanden...und so mussten viele Gegner wie Herzog Gorloise von Cornwall mit dem Schwert unter den Schutzschirm des Groß-Königreichs Britannien gezwungen werden. Igraine hatte zuvor mit Gorloise bereits 4 Kinder zur Welt gebracht. Am bekanntesten dürfte hier wohl Artur's Halbschwester Morgana [-> 0011] gewesen sein. Obwohl sie absolut menschlicher Abstammung war, wurde sie die wohl berühmteste Herrin der Insel Avalon, welche damals noch in der realen Welt des Herzogtums Cornwall verankert war. Außerdem ist Morgana natürlich auch die Mutter von Arturs einzigem Sohn: Mordred. 

Prinz Artur Pendragon, Britannien



Mit dem Tod des Herzogs Gorloise hatte König Uther den Bogen jedoch überspannt. Statt sich ihm nun offen im Feld zu stellen, wurden 12 Mörder gedungen. 11 von ihnen konnte Uther mit seinem Schwert Excalibur (welches damals noch ein ganz normales Schwert war) erschlagen...dem zwölften Mörder unterlag Uther jedoch. Mit letzter Kraft stieß er sein Schwert in einen Stein auf dem Marktplatz seines Heimatortes Camelot (damals nur ein unbefestigter Ort am Ufer des See's von Avalon). Blutüberströmt verschied er danach zu Füßen jenes berühmten Steines mit dem Schwert. In der der darauffolgenden Nacht erschien eine Inschrift in dem Stein: DEM WAHREN KÖNIG VON BRITANNIEN. EIN JEDER MANN VERSUCHE SEIN GLÜCK. Mehr amüsiert versuchten die Männer des Ortes Camelot, das Schwert aus dem Stein zu ziehen, doch es gelang niemandem. Bald war man sich einig, dass hier andere Mächte im Spiel waren. Die Kunde verbreitete sich bald im ganzen Land und so ziemlich alle Männer von Britannien pilgerten in den folgenden Jahren nach Camelot. Keiner konnte das Schwert aus dem Stein ziehen.

Herzog Gormant, der Sohn von Gorloise of Cornwall war nun selbst zum Herzog von Cornwall geworden. Er verfügte, dass nur in einer Woche des Jahres die Männer des Landes ihr Glück an dem Schwert im Stein versuchen durften. Sein Halbbruder Artur fristete ein Leben als Bediensteter am Hof des Herzogs. Damals entstand auch die Tradition, dass die Männer sich nur nackt dem Schwert im Stein nähern durften...wohl um sicher zu stellen, dass nicht eine Frau in Verkleidung das Schwert aus dem Stein ziehen würde. Aber weiterhin wurde keinem Mann, wenn er denn wenigstens 16 Jahre alt war, verwehrt, sein Glück an dem Schwert zu versuchen. Als Artur nun 16 wurde, näherte auch er sich nackt dem Schwert. Er zog es heraus. Merlin, der sich die ganze Zeit bedeckt gehalten hatte, rief nun aus "Grüßt euren neuen König von Britannien: Artur Pendragon, der legitime Sohn von König Uther" Zwar wurde die Situation belacht...aber Artur wurde zum Großkönig gekrönt. Ansonsten änderte sich im Land erstmal nicht viel. 

Artur folgte nun den Ratschlägen Merlins und ließ Camelot zu einer sagenhaften Burg befestigen. Das Schwert Excalibur, welches er wieder in den Stein stieß, war nun im inneren der Burg Camelot. Weiterhin durfte man sich ihm einmal im Jahr nackt nähern und sein Glück versuchen. Doch nach wie vor war Artur der einzige, der Excalibur wieder aus dem Stein ziehen konnte. Als Artur 18 Jahre alt wurde, verlangten die Elfen und Feen des Seliglandes, zu welchem man über die Insel Avalon gelangen konnte, ein Fruchtbarkeitsritual. Artur willigte auf anraten Merlins ein und lag in jener Nacht bei einer Frau. Magisch verblendet erkannte er nicht, dass es sich dabei um seine Halbschwester Morgana handelte. Als dieses Ritual vollzogen war, erkannte Artur zwar, bei wem er da gelegen hatte, das ganze wurde aber schnell abgelenkt durch das Erscheinen von König Oberon und Königin Titania, dem ersten, einzigen und ewigen Herrscherpaar der Seliglande. Die Seliglande lagen zwar in einer anderen Dimension und waren für die normalen Menschen Britanniens nicht zu erreichen..aber niemand stellte die Existenz dieses Reiches in Frage. Oberon und Titania waren gottgleiche Wesen und als sie nun verkündeten, dass Artur wahrlich als Großkönig von Britannien anzuerkennen sei, änderte sich Arturs Machtpotential. Außerdem segneten die Könige der Seliglande das Schwert Excalibur und fortan konnte kein Mensch der diesseitigen Welt gegen dieses Schwert im Kampf bestehen. Artur begann seinen Feldzug, Britannien zu einigen. Viele Herrscher des Landes beugten jedoch freiwillig vor ihm das Knie. Bald war Britannien geeinigt und zum ersten Mal seit vielen hundert Jahren kehrte Frieden im Land ein. An dessen 16. Geburtstag erklärte Artur seinen Sohn und Neffen Mordred zu seinem legitimen Erben. Inzest war damals kein so großes Drama. Da Mordred das Schwert Excalibur jedoch nicht aus dem Stein ziehen konnte, nahm ihn niemand sonderlich ernst als Erben des Königreiches. Außerdem heiratete Artur die Lady Guinevere [-> 0011] und man ging davon aus, dass aus dieser Ehe ein besserer Erbe hervorgehen würde. 

König Artur Pendragon, Britannien



Prinz Mordred Pendragon, Britannien


und
Großmagier Merlin, Britannien



Kein Mensch Britanniens wußte damals genau, woher Merlin stammte und wer seine Eltern waren. Tatsächlich entstammt Merlin dem Geschlecht der Elfen des Königshauses der Seliglande. Oberon und Titania waren sein Großeltern oder Urgroßeltern. Aber Merlin war auch ein aufbegehrender Geist. Die Herrscher der Seliglande verbannten ihn aus ihrem Reich. Er durfte die seligen Lande fortan nicht mehr betreten. Solange er im diesseitigen Britannien leben würde, würde er nicht altern und niemand würde ein mächtigerer Magier als er sein. Das war die Gabe, die Oberon und Titania ihm als Verbannten mitgaben. Und das Mittel der Verbannung war in den Seliglanden ziemlich gebräuchlich. Alle Verbannten würden im diesseitigen Britannien unsterblich sein, ansonsten erhielten sie ziemlich unterschiedliche Gaben mit auf den Weg. Das konnte die Magie sein, das konnte aber auch Gesang und Dichtkunst oder die Gabe der Malerei sein. Auch die Kräuter- und Heilkunde war eine Gabe aus den Seliglanden. Die Strafe für eine Rückkehr in die Seliglande war, dass sie dort fortan wie normal Sterbliche altern würden.

Sir Lancelot du Lac (erster Ritter und Ritter der Königin), Britannien



Artur ließ nun verkünden, dass er die edelsten und besten Ritter des Landes bei sich an einen runden Tisch, eben jener berühmten Tafelrunde, versammelt sehen möchte. Der erste Ritter, der seinem Ruf folgte, war Lancelot. Lancelot war als Findelkind am Ufer des Sees von Avalon gefunden wurde, was ihm den Beinamen "du Lac" einbrachte. Viviane, die damalige Herrin auf der Insel Avalon wurde seine Ziehmutter und durch das dauerhafte Verweilen an der Schwelle zu den Seliglanden wurde Lancelot ebenfalls zu einer gesegneten Person. Wie sich herausstellte, war er im ritterlichen Schwertkampf unbesiegbar. Als Artur und Lancelot sich nun zum ersten Mal begegneten, es war ausserhalb von Camelot und sie hatten sich einander nicht vorgestellt, gerieten sie in Streit und forderten sich zum Kampf. Nun ergab sich aus den Segnungen aus den Seliglanden natürlich ein Dilemma. Arturs Schwert Excalibur war ebenso unbesiegbar wie die Schwertkunst Lancelot's. Sie kämpfen solange mit den Schwertern bis sie beide zu erschöpft waren, das Schwert überhaupt noch anzuheben. Sie legten ihren Streit bei und gaben sich zu erkennen. Daraufhin schlug Artur seinen ersten Mann zum Ritter und beauftragte ihn, sich fortan um den Schutz der Königin Guinevere zu kümmern, denn einen besseren Mann konnte er sich für diese Aufgabe nicht vorstellen. So wurde Lancelot also zum Ritter der Königin. Prinz Mordred wurde ebenfalls ein Ritter der Tafelrunde, ebenso wie später Lancelot's Sohn Galahad. Sir Gawain, ein weiterer Sohn von Morgana mit einem anderen Mann wurde einer der tadellosesten Ritter, denn der edle Sir Lancelot verliebte sich ja bekanntermaßen in die Königin und beging mit ihr Ehebruch.

Lancelot's Ehebruch mit der Königin war nach den von Artur aufgestellten Gesetzen ein Akt des Hochverrats und hätte eigentlich die Hinrichtung beider zu Folge haben müssen. Doch Artur vermochte dies weder seiner geliebten Königin noch seinem geliebten Freund anzutun und verbannte beide lediglich. 

Mordred, der zwar von Excalibur nicht zum König erkoren wurde, aber auf Geheiß von Artur als König regieren sollte, solange kein anderer das Schwert aus dem Stein zu ziehen vermochte, witterte hier seine Chance. Er forderte seinen Vater auf, die Hinrichtung an Lancelot und Guinevere zu vollziehen oder sich ihm im Kampf zu stellen. Mordred, der ebenfalls viel Zeit bei seiner Mutter Morgana, die nun die Herrin vom See war, verbracht hatte, war zu einem unfassbar guten Schwertkämpfer herangewachsen und so brachte das Duell von Vater und Sohn lange kein Ergebnis. Erst als Artur willentlich das Schwert Excalibur herunternahm und seinen Sohn aufforderte "Lass es gut sein" nutzte Mordred die Chance und durchbohrte seinen Vater mit dem Schwert und sagte "Jetzt ist es gut,Vater" Mit letzter Kraft nahm Artur daraufhin noch einmal Excalibur auf und durchbohrte nun seinerseits seinen Sohn. Dann verstarb er mit den Worten "Jetzt ist es gut, Sohn". Mordred verstarb nur Minuten später.

Nun war Guinevere, die in einen Turm der Burg Camelot verbannt worden war, aber auch das einzige gekrönte Haupt des Reiches, weswegen ihr die Verbannung von Merlin und den Rittern der Tafelrunde erlassen wurde. Und als sie verkündete von Artur schwanger zu sein, war jeder froh über den Fortbestand des Hauses Pendragon. Obwohl jedem klar war, dass dieses Kind wohl eher von Lancelot stammte, beteten alle nur dafür, dass dieses Kind ein Sohn werden würde. Lancelot's Verbannung hingegen wurde aufrecht erhalten und so bekam der in Ungnade gefallene Ritter diesen Sohn niemals zu sehen. Denn Lancelot musste Britannien gänzlich verlassen. Betört durch einen Liebestrunk zeugt Lancelot noch mit der Lady Elaine einen weiteren Sohn: Galahad. Lancelot heiratet Elaine zwar, verlässt danach aber das Land und die ungeliebte Ehefrau, die bald darauf an gebrochenem Herzen stirbt. Galahad wird in einem Nonnenkonvent großgezogen....ebenso elternlos wie einst sein Vater. Das Land Britannien trauerte lange Jahre um seinen geliebten König Artur und hoffte nicht zuletzt auf die Bewahrheitung  der Sage, der zufolge Artur eines Tage, wenn das Land in höchster Not war, mit all seinen Rittern wiederkommen würde.

Und so wurde das Land nun erstmal von Merlin und den Rittern der Tafelrunde regiert.....und zwar so lange, bis der Sohn von Guinevere 16 Jahre alt wurde und die Königswürde übernehmen durfte. Auch dieser vermeintliche Sohn Arturs regierte ohne die Königswürde des Schwertes Excalibur, welches nach dem Tod von Artur und Mordred wieder im Stein steckte und sich von niemandem herausziehen ließ. Dieser Sohn von Guinevere wurde als Artur II Pendragon zum König gekrönt.

König Artur II Pendragon, Britannien



Artur Secundus, wie er genannt wurde, kehrte nun dem alten Glauben an die Mächte der Seliglande den Rücken zu und wandte sich dem seit einigen Jahren ins Land eingefallenen Glauben des Christentums zu. Wie bereits sein Halbbruder Galahad wurde er zu einem glühenden Verfechter des Glaubens an jenen einen Gott, der seinen Sohn am Kreuz geopfert hatte. Und Galahad wurde Artur Secundus' erster und edelster Ritter, dem es bestimmt war, den Heiligen Gral zu finden. Tatsächlich gelingt es Sir Galahad sogar, das Schwert Excalibur aus dem Stein zu ziehen. Er verzichtet aber zugunsten der Suche nach dem Gral auf die Königswürde. Mit den Worten "Ich weiß Britannien mit Artur Secundus in guten Händen" verlässt er das Land um den Gral zu finden, was ihm letztendlich auch gelingt.

Sir Galahad von Britannien



Zwei weitere Ritter der Tafelrunde seinen hier noch abgebildet:

Sir Gawain von Britannien


und
Sir Parzival von Britannien



Warum es von all diesen Männern Gemälde in ihrer nackten Form gibt, fragt ihr euch? Nun, dies soll später noch erklärt werden. 

Dies alles ist aber nur die Vorgeschichte zur eigentlichen Handlung aus Game of Nobles, die einige Jahrzehnte später spielt.

ENDE (vorerst)

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