Firlefanzus [6 Pictures]
London, Gegenwart
"Um Himmels Willen, Darling, ist jemand gestorben?" mit dieser Frage an meinen Gatten hatte ich den letzen Post beendet. Chad schaute mich wütend an..und ich bekam es kurz mit der Angst zu tun. Nein, Es war niemand gestorben..es sah eher so aus, als wenn jemand ganz großen Bockmist verzapft hatte....und natürlich überlegte ich, ob ich irgendwas falsch gemacht haben könnte, war mir aber eigentlich keiner Schuld bewußt. "Unser Flugplan hat sich kurzfristig geändert. Wir machen einen Zwischenstopp in London" "Okay...und was ist der Grund?" Chad deutet nun auf seinen Laptop, während ich mich mit einer Tasse Tee aus der Cafeteria des medizinischen Forschungsinstitutes, in dem wir uns immer noch aufhalten, zu ihm setze. "Seamus schickt mir grade einen Schrieb vom Finanzministerium über eine Neuberechnung der zu zahlenden Grundsteuer aufgrund einer Neuevaluierung unseres Grundbesitzes. Demzufolge muss unsere Familie mehrere Millionen Pfund an Steuern für 2020 nachzahlen...und nicht nur das. Diese Neueinstufung gilt rückwirkend für die vergangenen 5 Jahre!" "Himmel, das kann ja selbst dem reichsten Menschen des Genick brechen!" Ich war ehrlich entsetzt. Chad winkte ab "Na, das vielleicht nicht...aber ich bin da völlig uneinsichtig....da es eine anderslautende Absprache mit dem Premierminister und auch mit Tante Elizabeth gab." "Und diese anderslautende Absprache haben wir schriftlich...oder es gibt zumindest Zeugen?" "Selbstverständlich...wenn es um so viel Geld geht, verlasse ich mich nicht auf einen Handschlag!" "Gut, dann haben wir doch was in der Hand...und jetzt willst du beim Finanzminister persönlich vorsprechen und ihn darauf festnageln?" rate ich. Chad schüttelt den Kopf "Nein, wir gehen gleich in die Downing Street....und ich werde uns jetzt ankündigen"
Während Chad also mit dem Sekretär des Premierminister telefoniert, zeige ich euch ein paar Bilder, die mit diesem Abstecher nach London nichts zu tun haben. Aber da mir in der Downing Street keine sehenswerten Männer vor die Linse geraten, zeige ich euch diese Bilder ...erstmal unkommentiert. Nur so viel: Sie entstammen einer Mail, die ich auf dem Flug nach London zu lesen bekomme. Was es damit auf sich hat, erkläre ich dann später:
Sven Martinsson:
Als wir im Auto sitzen, frage ich Chad "Und? Empfängt Mr. Johnson uns?" "Das will ich ihm raten, wenn er weiß was gut für ihn ist...ich bin ja nicht ganz ohne Einflussmöglichkeiten auf die britische Regierung...wie du dir vielleicht denken kannst!" Ich kann es mir denken. Chad war ein geschickter Strippenzieher.
Nachdem wir unsere Angelegenheiten im Hotel geregelt haben, fahren wir zum Flughafen und liefern den Aston bei der Autovermietung ab. Ich habe derweil Matze per SMS mitgeteilt, dass wir die Ankunft gegen Mittag nicht würden einhalten können, da hier was immens wichtiges dazwischen gekommen ist.
Lars Hansen:
Bevor wir losfliegen haben wir tatsächlich die Zusage erhalten, dass Boris Johnson die Earls of Winchester empfangen würde. Im Flugzeug instruiert mich Chad dann "Darling, was auch immer ich beim Premierminister sage und androhe....bitte, du darfst auf keinen Fall den Eindruck erwecken, als wenn du anderer Meinung wärst. Setz dein bestes Pokerface auf. Es ist wichtig, dass wir eine einheitliche Front bilden, ja?" ich nicke "Ich glaub, dieser Johnson ist mir eh nicht sonderlich sympathisch...da krieg ich das hin mit dem Pokerface." "Er ist ein Wirrkopf und ein Schleimer...nein, sympathisch ist er sicher nicht" Ich muss lachen "Wirrkopf und Schleimer...das beschreibt perfekt auch meinen Eindruck"
Eric Hansen:
Auf dem Flug nach London bekomme ich dann also diese Mail zu lesen, mit der ich mich sehr intensiv auseinandersetze. Aber ich will jetzt noch nicht mehr darüber erzählen. "Darling, wenn wir wegen des Hauses fertig sind und Matze wieder in Hannover abgeliefert haben....können wir einen Abstecher nach Hamburg machen, bitte?" "Sicher können wir, warum?" ich winke ab "Erklär ich dir später, wenn wir diese Sache in London von der Brust haben" Angesichts der Tatsache, dass Chad nicht weiter nachbohrt, erkenne ich, dass ihm das nur recht ist.
Benne:
Am Londoner Flughafen nehmen wir der Einfachheit halber ein Taxi "Downing Street" weist Chad den Fahrer knapp an. Der dreht sich um "Mit einem öffentlichen Taxi kann ich sie nur bis zum Gate bringen. Weiter darf ich leider nicht" Chad nickt "Das wird reichen" Dann drückt Chad ihm einen 50 Pfund Schein in die Hand "Und das wird sicher auch reichen?" "Oh das wird es auf jeden Fall, Sir!" "Gut, von mir aus können sie das Taxameter auslassen. Ich brauch auch keine Quittung" Mit anderen Worten, der Fahrer konnte die 50 Pfund in die eigene Tasche wirtschaften. "Es wäre nur nett, wenn sie sich beeilen könnten, sofern der Verkehr es zulässt" Ich halte mich die ganze Zeit zurück und übe an meinem Pokerface. Ich denke, es kann wohl nicht schaden, wenn Der Premierminister mich nicht so 100prozentig einzuschätzen weiß.
Christian:
"So, da wären wir, Sirs...war mir ein Vergnügen. Soll ich warten?" bietet der Fahrer zum Abschied noch an. "Nein nein, ich hab keine Ahnung, wie lange das hier dauern wird" Wir steigen also aus und winken dem Fahrer. Dann treten wir ans Gate "Die Earls of Winchester. Mr. Johnson erwartet uns" erklärt Chad, was wir wollen. Der Security-Beamte nickt kurz und bittet um einen Moment Geduld. Dann hält er Rücksprache über sein Headset und lässt uns schließlich ein. Dann öffnet sich die Tür zu Downing Street 10 und man bittet uns herein. Das hätte ich mir auch nicht träumen lassen, dass ich einmal hier zu Gast sein würde.
Elyas:
Natürlich müssen wir noch einen Sicherheitscheck über uns ergehen lassen und unsere Reisetaschen sowie auch meine Kamera werden in Verwahrung genommen. Chad nimmt allerdings seinen Computer mit hinein, weil er den braucht. Ich deute auf meine Kamera "Vorsichtig bitte, das Bildmaterial darauf ist unersetzbar. Das kommt sie teuer zu stehen, wenn da was beschädigt wird....nur eine freundliche Warnung" Der Sicherheitsbeamte nickt und verspricht freundlich, gut auf die Kamera acht zu geben. Dann werden wir eingelassen und zum Büro des Premierministers begleitet. Das Interieur von Downing Street 10 hab ich mir irgendwie edler vorgestellt...aber eigentlich wirkt es relativ normal...und es riecht ein klein wenig muffig. Schließlich stellt der Privatsekretär uns dem ersten Minister des Staates vor. Der deutet auf zwei Stühle vor seinem Schreibtisch "Bitte meine Herren, setzen sie sich doch" Er selbst setzt sich ebenfalls. Ich beobachte ihn schweigend. Ich finde seine Augen haben etwas Listiges...wenn nicht sogar Hinterlistiges. Es ist noch ein weiter Mann im Raum. Er scheint indische oder pakistanische Vorfahren zu haben. Johnson deutet auf ihn "Zweiter Schatzkanzler Rishi Sunak. Ich habe ihn hinzugebeten" Jetzt verstehe ich. Der zweite Schatzkanzler ist quasi der Finanzminister von Großbritannien und somit wohl für das, was meiner neuen Familie hier widerfahren ist, hauptverantwortlich. Chad grinst zynisch "Sie ahnen wohl, weswegen wir hergekommen sind, hm?" "Na ja, mein werter Earl of Winchester, wir schlafen ja hier auch nicht auf Bäumen. Wir haben uns schon gedacht, dass diese Reform ihnen nicht schmecken wird" Chad hatte mich vorher instruiert, es den Politikern nicht zu erlassen, uns mit unseren Titeln anreden zu müssen. Aber auf die Idee wäre ich bei einem Unsympathen wie Johnson eh nicht gekommen. Ich starre ihn weiter schweigend und mit unbewegter Mine an. Es hat zumindest schon die Wirkung, dass er immer wieder nervös zu mir schaut. "Na, lieber Premierminister, ich denke schon, dass sie auf Bäumen schlafen...und zwar auf ganz schön hohen Bäumen....aber bitte...erklären sie mir den Sinn hinter diesem Unsinn!" Nun antwortet Sunak mit ausgebreiteten Händen "Ist eigentlich relativ schnell erklärt: Das Kabinett hat Mehrheitlich beschlossen, dass solche Sonderabsprachen, wie sie mit ihrer Familie getroffen wurden, keine Gültigkeit mehr haben dürfen. Wir können nicht auf die Steuereinnahmen aus der Grundsteuer verzichten...und das betrifft auch nicht nur ihre Familie." "Und sie werden dann jetzt der Königin erklären, warum ich der Krone und dem Staat die Nutzung meiner Ländereien nicht mehr gestatten kann?" Die beiden Politiker schauen sich an. Sie hatten wohl befürchtet, dass Chad so reagieren würde...aber ganz offensichtlich hatten sie gehofft, dass er es nicht tun würde. Schließlich zuckt Johnson schicksalsergeben die Schultern "Wenn das dann ihre Reaktion ist, werde ich das der Königin wohl so mitteilen müssen" "Und haben sie mal gegengerechnet, wieviel Einnahmen ihnen und der Queen dadurch flöten gehen? Nach meiner Rechnung machen sie dadurch den weitaus schlechteren Schnitt!"
Chad hatte mir vorher noch erklärt, dass sowohl die Queen wie auch der Staat große Teile seines Grundeigentums im Rahmen des Üblichen nutzen dürfen. Sie dürfen die Landschaft nicht bebauen oder verändern...aber es darf Ackerbau betrieben werden, die Wälder dürfen Forstwirtschaftlich genutzt werden und es darf natürlich alles auch im Rahmen des Tourismus und der Naherholung genutzt werden. Die Einnahmen des Staates und der Krone auf Chad's Ländern sind enorm. Chad hatte dafür nur im Gegenzug verlangt, von der Grundsteuer befreit zu werden. Diese Zusage hatte er schriftlich und sie war sogar von der Queen als Zeugin gegengezeichnet.
"Und ausserdem können sie diese Absprache nicht einfach so ausser Kraft setzen, sie ist unbefristet und ausserdem von der Königin gegengezeichnet...und die pflegt für gewöhnlich, ihr Wort zu halten!" Johnson hebt wieder entschuldigend die Hände "Tut mir leid, Earl Bridges, die Queen hat da keine Mitsprache. Das Kabinett hat es so beschlossen und ich fürchte, wir müssen darauf bestehen, dass das so umgesetzt wird." "Und ich bezweifle, dass das vor Gericht bestand hätte....und sie wissen sehr wohl, dass ich mir diesen Rechtsstreit leisten kann" Johnson nickt "Ist ihr gutes Recht" Ich bin mir inzwischen sicher, dass die beiden Politiker ebenfalls gute Pokerfaces haben. Jedoch erkenne ich mit meiner geschulten Beobachtungsgabe auf der Stirn des Finanzminister ganz kleine Schweißperlen. "Okay..." setzt Chad an "gehen wir mal davon aus, dass es bei dieser Nachzahlung bleibt. Meine Familie ist dem Staat und der Krone gegenüber ja immer loyal gewesen...also würden wir diese mehr als 15 Millionen Pfund für die Jahre 2016 bis 2020 zahlen....und dann würden wir dafür Sorgen, dass der Staat nicht einen Penny mehr von uns bekommt!" Nun schauen sie beide für einen Moment entsetzt drein "Aha?" "Jepp..ich habe bereits mit meiner Mutter und meinem Bruder Rücksprache gehalten. Wir erwägen, sämtlichen Besitz auf britischem Boden zu veräußern und dem Land den Rücken zu kehren...oder glauben sie wirklich, dass wir diese Steuerlast weiter zu schultern bereit sind?" So..nun war also die Bombe geplatzt. Jetzt schauten sie wirklich entsetzt drein. "Sie bluffen doch!" meint Johnson..und nun melde ich mich zum ersten Mal zu Wort "Tut er nicht...seien sie sich dessen versichert, Premierminister!" Jetzt wird's dem Staatschef plötzlich doch warm und er beginnt, sich Luft zuzufächeln. In diesem Moment kommt ein Angestellter herein, und fragt, ob..und was..wir trinken möchten. "Oh, ich würde sehr gerne einen Tee trinken...mit Süßstoff bitte" Chad nimmt einen Kaffee und die Politiker bleiben bei ihren Gläsern mit Wasser. Dann öffnet mein Mann den Laptop und ruft eine Liste auf "Dies ist eine Aufstellung aller Firmen und Betriebe in Großbritannien, die ganz oder mehrheitlich zum Bridges Konzern oder direkt zur Familie Bridges gehören" Er klickt auf einen Knopf und es erscheint eine Zahl in Höhe von knapp unter 90.000 "Und das ist die Zahl aller Angestellten in allen Betrieben zusammen. Was denken sie, wieviel von denen wohl mitkommen, wenn ich die Produktionen aufs Festland verlege?" Natürlich die wenigsten...und ich bin mir sicher, dass die Dunkelziffer der Angestellten noch wesentlich höher ist. Nicht alle Betriebe sind direkt auf die Familie Bridges zurückzuführen. Aber das behalte ich für mich. Ich glaube, Boris Johnson hatte wirklich nicht darüber nachgedacht, dass Earl Chadwick Bridges of Winchester auch einer der großen Arbeitgeber des Landes ist. Da die beiden Politiker weiter um Fassung ringen, setze ich noch mal nach: "Ich nehme an, sie wissen um meine karitative Tätigkeit, Premier?" Johnson nickt schweigend "Wissen sie auch, wieviele Projekte ich in Großbritannien mit regelmäßigen Spenden unterstütze?" "Ich...äh...muss zugeben, dass ich darüber keine Informationen habe." Ich winke ab "Ich muss zugeben, dass ich es im Moment nicht mal selber genau weiß..aber es sind so einige. Gerade gestern habe ich angewiesen, dass der Löwenanteil meiner Stiftung an ein Institut in Glasgow gehen soll, welches einen erfolgversprechende neuen Ansatz in der Aids-Forschung verfolgt. Mit etwas Glück verfügen wir bald über einen wirksamen Impfstoff. Ich bin sicher, die forschenden Mediziner währen auch bereit, ihre Arbeit in Deutschland oder Frankreich oder gar in den Staaten weiterzuführen....und der Lorbeerkranz für die Entdeckung eines Heilmittels ginge dann ebenfalls an Großbritannien vorbei!" Und da Johnson nun nur noch den Mund öffnet und schließt wie ein Fisch auf dem Trockenen, bohre ich noch mal in diese Wunde "Und natürlich würde ich über die Medien verkünden, warum ich meine karitative Arbeit in Großbritannien beende" Nun sehen die beiden Politiker eindeutig ihre Felle davonschwimmen. Ich rühre derweil in aller Ruhe meinen Tee um und trinke. Der Tee ist wirklich hervorragend. Und plötzlich fällt mein Blick auf ein gerahmtes Foto an der Wand. Ich springe auf und nehme es dreist von der Wand. "Na da schau her!" Ich reiche es Chad. Er bekommt große Augen "Na, das erklärt so einiges. Der Finanzminister, der Premierminister und Mrs. Boredem...lachend vereint beim Golfspielen!" Chad schaut Johnson an. "Wissen sie, Premier, ich hab ja wirklich überhaupt nichts gegen eine gut inszenierte Intrige.....aber ihre Posse hier wird langsam sehr durchschaubar. Sie sollten das jetzt besser zugeben...dann lachen wir herzlich drüber und vergessen das ganze! Oder meinen sie, die Mitglieder ihres Kabinetts unterstützen das hier wirklich? Ich glaube nämlich nicht!" Chad ist offensichtlich zu dem gleichen Schluß gekommen wie ich, nämlich, dass die Politiker Mrs. Boredem, mit der sie offenbar befreundet sind, einen Gefallen tun, indem sie meiner angeheirateten Familie schaden zufügen. Mit aufgeblähten Wangen plustert der Premier heraus "Das ist eine infame Unterstellung, die sie nicht Beweisen können!" Chad nickt langsam "Da haben sie wohl recht....aber ich bin recht hartnäckig, wenn ich nach Beweisen forsche....und wenn ich welche finde und diese vor den Richter bringe...was meinen sie, wie lange die Queen dann noch die Hand schützend über sie hält? Sie wissen ja, dass meine Familie und das Königshaus eine jahrelange Freundschaft verbindet? Oder haben sie das etwa in ihrer Planung auch übersehen?" Und plötzlich fleht Rishi Sunak seinen Chef an "Boris???!!!" ihm wird die Sache offenbar zu heiß. Damit ist jetzt eigentlich schon alles zugegeben...nur dass man es so noch nicht gegen die beiden verwenden könnte. Aber schließlich bricht Johnson ein. Er neigt seinen Kopf auf die Schreibtischplatte und hebt, sich ergebend, die Hände "Okay...okay. Sunak, machen sie das ganze rückgängig!" Dann deutet er auf Chad "Aber erwarten sie nicht, dass ich auch nur einen ihrer Vorwürfe eingestehe!" Chad schüttelt gönnerhaft den Kopf "Erwarte ich nicht...das wäre ja auch politsicher Selbstmord" Nun trinkt Chad in aller Ruhe einen Schluck Kaffee "Der Kaffee ist übrigens wirklich ganz köstlich!" Dann höre ich Chads Smartphone brummen. Er nimmt es aus der Hosentasche und liest die eingegangene Nachricht, dann lächelt er und zeigt sie mir. Dort steht "It is done" mehr nicht. Ich verstehe nicht ganz...aber nun lässt Chad auch diese Bombe platzen: "Übrigens, Premierminister, den Staatsanwälten gehen demnächst Hinweise zu, dass die Familie Boredem in einen ganz üblen Betrugsskandal verwickelt ist. Sie sollten sich von der Familie distanzieren, bevor sie da noch mit reingezogen werden!" Dann steht Chad auf und sagt "Ich kann wohl davon ausgehen, dass in den nächsten Tagen ein Schriftstück bei uns zuhause eingeht, welches den Irrtum, der ihnen da unterlaufen ist, bereinigt?" Johnson nickt wortlos und Chad reicht ihm die Hand "Gut, dann ist wohl alles gesagt. ich wünsche ihnen einen angenehmen Tag" Johnson schüttelt ihm wortlos die Hand und Chad nickt dem anderen Politiker zu "Mr. Sunak!" "Earl" grüßt dieser respektvoll zurück. Ich nicke beiden Politiker nur zu "Die Herren!" dann schreite ich hinter Chad her aus dem Büro heraus und Chad flüstert mir zu "Nichts anmerken lassen!" Also bewahren wir weiter Haltung...so als wenn wir grad was völlig normales mit dem Premierminister besprochen hätten. Am Eingang händigt man uns unsere Sachen und die Kamera wieder aus. Wir gehen die Downing Street runter und passieren das Gate. Als nächstes gehen wir noch soweit, wie wir es für nötig halten. Dann lässt Chad plötzlich seine Tasche zu Boden fallen....und auch meine plumpst auf's Pflaster. Plötzlich packt Chad mich und hebt mich mit einem Jubelschrei hoch, dann drehen wir uns plötzlich. Chad hält mich weiter im Arm, lässt mich aber langsam wieder zu Boden gleiten. Ich strahle ihn an "Wieviel davon war jetzt geblufft?" "Also ich hab keineswegs mit Mama und Seamus gesprochen...und ich fürchte, wir würden wohl auch eher die Füße still halten und zahlen. Die Zahl meiner Angestellten war ebenfalls völlig aus der Luft gegriffen...ich hab keine Ahnung, wieviel das wirklich sind, ich befürchte aber, eher mehr." Ich nickte "Dachte ich mir" Und dann tippt er mir auf die Brust "Und sie, mein Herr, würden einen furchtbar guten Pokerspieler abgeben...'Tut er nicht...seien sie sich dessen versichert, Premierminister!'" macht er mich dann einigermaßen gut nach. "Das war ganz großes Kino" Ich grinse "Und mir hat am besten gefallen, wie du plötzlich den Kaffee gelobt hast....das war mein Highlight!" Chad grinst "Der war aber auch wirklich gut!" dann schüttelt er den Kopf "Dieser Sunak ist doch wohl voll die Milchsemmel, wenn der nicht gewesen wäre, wäre ich Johnson möglicherweise noch auf den Leim gegangen." "Und was ist jetzt 'done'?" "Ah, ja...du erinnerst dich an meine Truppe vom Sommerlager in dem Highland-Tal?" "Ja natürlich!" Chad nickt "Ich hab sie auf die Boredems angesetzt. Sie haben Spuren für Vertuschung gehackt...und haben die Daten wieder in ihren Originalzustand versetzt. Jetzt ist es zurückzuverfolgen, dass Familie Boredem maßgeblich daran beteiligt war, dass Stu's Familie bankrott ging. Zusätzlich haben meine Kids noch auf höchst illegale Weise gleichlautende Beweise auf dem Anwesen platziert. Ich schätze, das wird sie das Anwesen kosten und sie werden eine hübsche Stange ihres Vermögens dafür einsetzen müssen, um die Familie des Earl of Glasgow angemessen zu entschädigen....ansonsten wird wohl einer von ihnen hinter Gittern landen. Und nichts von alledem ist zu dir oder zu mir zurückverfolgbar" Ich nicke "Genial! Und wann wird Stu wieder einziehen können?" Chad zuckt die Schultern "Ich schätze, wir werden es erfahren, wenn wir eine Einladung erhalten" "Okay...sollten wir die Queen über das alles in Kenntnis setzen oder denkst du, sie weiß darüber Bescheid?" "Ich denke nicht...aber ich werd sie gleich vom Flieger aus anrufen. Sie sollte das auf alle Fälle wissen" "Dann wollen wir gleich weiter?" Chad zuckt die Schultern "Kein Grund, Matze unnötig lang warten zu lassen, oder was denkst du?" Ich zucke die Schultern "Lass uns noch einen Tag dranhängen....ich war zum Beispiel noch nie im Hyde-Park! Wir haben hier doch eh eine Wohnung" "Du warst noch nie im Hyde-Park? Na, das müssen wir wirklich schleunigst ändern!" Er ruft ein Taxi heran "Und du rufst jetzt gleich Matze an, und sagst ihm, dass wir alles um einen Tag verschieben müssen. Ich werd derweil deinen Bruder anrufen, der erwartet uns ja auch" Ich nicke und dann schließe ich die Augen und atme tief ein. Chad beobachtet mich dabei "Was ist?" fragt er, halb besorgt..aber ich lächele "Ich glaube, ich habe London viel zu lange nicht gesehen...wir müssen hier dringend mal wieder einen längeren Urlaub verbringen...aber lieber im Sommer" Chad nickt "Das machen wir, versprochen" Und dann singen wir 'Dirty ole' Town', während das Taxi uns zum Haupteingang des Hyde Park fährt....
ENDE
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